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Ratgeber3 Min. LesezeitAktualisiert am 21.10.2026

TWINT im Online-Shop: So funktioniert die Zahlung

Was TWINT ist

TWINT ist eine Bezahl-App, die in der Schweiz weit verbreitet ist. Die App ist in der Regel mit dem Bankkonto der Nutzerin oder des Nutzers verbunden und funktioniert im Laden, unter Privatpersonen und in Online-Shops.

Für Ihren Shop heisst das: Kundinnen und Kunden müssen keine Kartendaten eintippen. Sie bestätigen die Zahlung in einer App, die sie bereits kennen.

So läuft die Zahlung ab

Am Computer: Die Kundin wählt an der Kasse TWINT, und der Shop zeigt einen QR-Code an. Sie öffnet die TWINT-App auf dem Smartphone, scannt den Code und bestätigt den Betrag in der App.

Am Smartphone: Der Kunde wählt TWINT, und der Browser wechselt direkt in die TWINT-App. Nach der Bestätigung kehrt er in den Shop zurück.

In beiden Fällen erhält der Shop über den Zahlungsdienstleister eine Bestätigung, sobald die Zahlung durchgeführt ist. Erst dann wird die Bestellung als bezahlt markiert und die Bestellbestätigung verschickt.

Zahlungsdienstleister und Vertrag

Ein Shop bindet TWINT meist über einen Zahlungsdienstleister an. In der Schweiz sind das zum Beispiel Datatrans, Payrexx, Wallee oder Stripe. Welche Zahlungsarten und Bedingungen verfügbar sind, hängt vom Anbieter ab.

Je nach Anbieter brauchen Sie zusätzlich einen eigenen Vertrag mit TWINT, oder der Zugang ist im Angebot des Zahlungsdienstleisters enthalten. Das Geld wird auf Ihr Geschäftskonto ausbezahlt, der Rhythmus ist im Vertrag geregelt.

Gebühren und Rückerstattungen

Für jede TWINT-Zahlung fallen Gebühren an, meist als Prozentsatz des Betrags, teilweise ergänzt durch einen festen Betrag pro Zahlung. Die Höhe hängt vom Zahlungsdienstleister und vom Vertrag ab, dazu können monatliche Grundgebühren kommen. Vergleichen Sie die Gesamtkosten für Ihren erwarteten Umsatz.

Rückerstattungen lösen Sie über den Zahlungsdienstleister aus, im Verwaltungsbereich des Anbieters oder direkt im Shop. Der Betrag fliesst an die Kundschaft zurück, je nach Anbieter auch als Teilbetrag.

TWINT mit Karte und Rechnung kombinieren

TWINT ersetzt andere Zahlungsarten nicht. Kundschaft aus dem Ausland hat meist kein TWINT, und manche bezahlen lieber mit Kredit- oder Debitkarte. Zahlungsdienstleister decken TWINT und Karten in der Regel gemeinsam ab.

Kauf auf Rechnung ist in der Schweiz verbreitet, besonders bei Geschäftskunden. Sie können Rechnungen selbst mit QR-Rechnung verschicken oder einen Rechnungsanbieter einbinden, der die Bonitätsprüfung und das Ausfallrisiko übernimmt.

Anbindung an Shopify, WooCommerce und eigene Shops

Bei Shopify und WooCommerce erfolgt die Anbindung meist über eine Erweiterung des Zahlungsdienstleisters. Sie hinterlegen die Zugangsdaten, aktivieren TWINT und prüfen den Ablauf im Testmodus.

Bei einem eigens entwickelten Shop wird der Zahlungsdienstleister über seine Schnittstelle (API) angebunden. Wichtig ist, dass der Shop die Zahlungsbestätigung direkt vom Anbieter auswertet und sich nicht nur darauf verlässt, dass die Kundschaft auf die Bestätigungsseite zurückkehrt.

Häufige Fragen

Wann erhalte ich das Geld aus TWINT-Zahlungen?

Das Geld wird über den Zahlungsdienstleister oder TWINT auf Ihr Geschäftskonto ausbezahlt. Der Auszahlungsrhythmus ist im Vertrag geregelt und unterscheidet sich je nach Anbieter.

Können Kunden aus dem Ausland mit TWINT bezahlen?

TWINT setzt eine TWINT-App voraus, die in der Regel an ein Schweizer Bankkonto gebunden ist. Bieten Sie deshalb immer auch Kartenzahlung an, wenn Sie ins Ausland verkaufen.

Kann ich TWINT vor dem Start testen?

Die meisten Zahlungsdienstleister bieten einen Testmodus an, in dem Sie Zahlungen ohne echtes Geld durchspielen. Testen Sie den Ablauf am Computer und am Smartphone, inklusive Abbruch und Rückerstattung, bevor der Shop online geht.

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